Weniger Behördengänge dank elektronischem Personalausweis
Als eine der ersten Kommunen in Deutschland führt die Stadt Ingolstadt in Bayern ein „Bürgerservice-Portal” ein, mit dem über das Internet Behördengänge einfach und bequem von zu Hause aus erledigt werden können. Zur sicheren Authentifizierung dient der neue Personalausweis. Dadurch wird eine lückenlose und transparente Online-Kommunikation zwischen den Ingolstädtern und ihrer Stadtverwaltung möglich. Realisiert wird das Portal von der AKDB (Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern) und ihrer Tochterfirma LivingData GmbH in München, die als Adobe-Partner u.a. die herkömmliche Formularbearbeitung in Behörden auf elektronische Dokumenten-Prozesse umstellt. Dadurch müssen die Bürger seltener Behördengänge machen, der Bearbeitungsaufwand reduziert sich und Kosten können gesenkt werden.
Rund 7.000 Ingolstädter Bürgerinnen und Bürger (Stand Ende Mai 2011) sind bereits im Besitz des neuen Personalausweises, 60 Prozent haben auch schon die Option “eID” – die elektronische Identifikation – freischalten lassen. Mit einem Chipkartenlesegerät und der individuellen PIN können Sie sich nun im von der AKDB entwickelten “Bürgerservice-Portal” rechtssicher legitimieren.
Auch wenn schon vorher eine Reihe von Formularen online ausgefüllt werden konnten, mussten diese bisher vom Bürger noch ausgedruckt, unterschrieben und per Post geschickt oder persönlich ins Ingolstädter Rathaus gebracht werden. Im neuen Bürgerservice-Portal fällt dieser “Medienbruch” nun weg. Nach dem Ausfüllen am Bildschirm können die Daten künftig online übertragen werden – die eindeutige Identifizierung durch den neuen Personalausweis macht dies möglich. Alle Daten, die teilweise per Klick direkt vom Ausweis in die Anträge übernommen werden können, gelangen direkt in die Systeme des Rathauses und können dort direkt in den jeweiligen Fachanwendungen weiter verarbeitet werden. Damit sparen sich nicht nur die Bürger Aufwand und Zeit, auch die Prozesse im Rathaus werden schneller und effizienter.
Sukzessive sollen die Möglichkeiten, die über die Dienste des Portals möglich sind, weiter wachsen. Zu Beginn des Pilotprojekts werden rund zehn Verwaltungsvorgänge zur Online-Bearbeitung angeboten, kontinuierlich wird diese Zahl in den kommenden Wochen ausgebaut, das Portal inhaltlich und qualitativ erweitert. Neben einer größeren Bandbreite an Formularen sollen etwa eine Online-Bezahlfunktion für Gebühren oder eine Online-Bereitstellung von Bescheinigungen und Bestätigungen im PDF-Format eingebunden werden – bisher werden diese noch ausgedruckt und per Post an die Bürger verschickt. “Von der Ticketreservierung über Schadensmeldungen bis hin zur Kindergartenanmeldung ist vieles denkbar. Gemeinsam mit unseren Kunden werden wir Bürgerservice vor Ort erlebbar machen“, so Michael Diepold, Projektleiter bei der AKDB.






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